GPU und KI

FPGA

Umprogrammierbarer Chip, dessen Schaltungen sich nach der Fertigung neu festlegen lassen. Flexibler als ein ASIC, effizienter als eine GPU bei einer Aufgabe.

FPGA steht für „Field-Programmable Gate Array“, also ein im Einsatz programmierbares Gatter-Array. Es ist ein Chip aus Tausenden von Logikblöcken, deren Verbindungen sich nach der Fertigung durch das Laden einer Konfigurationsdatei neu festlegen lassen. So entsteht eine Schaltung, die auf eine bestimmte Aufgabe zugeschnitten ist und sich später für eine andere umkonfigurieren lässt.

Das FPGA steht zwischen GPU und ASIC. Eine GPU führt jedes beliebige Programm aus, verbraucht für diese Vielseitigkeit aber Energie. Ein ASIC wird ein für alle Mal für einen einzigen Algorithmus gefertigt und erreicht die bestmögliche Effizienz. Das FPGA ist bei der Aufgabe, für die es konfiguriert ist, effizienter als eine GPU, kommt aber nicht an einen ASIC heran. In der Geschichte von Bitcoin bildeten FPGAs Anfang der 2010er-Jahre übrigens den Übergang von der Ära der Grafikkarten zu der der ASICs.

Heute ist ein FPGA für das Mining von Bitcoin oder jeder anderen Kryptowährung, für die es ASICs gibt, nicht mehr konkurrenzfähig. Eingesetzt wird es weiterhin, um Chips vor ihrer Fertigung zu entwerfen und zu testen, in der Telekommunikation, in der Industrie oder für bestimmte Berechnungen mit sehr geringer Latenz. Die Programmierung erfordert Spezialwissen und für jeden Algorithmus eigene Konfigurationsdateien. Für Käufer läuft die Wahl fast immer auf einen ASIC zum Minen und eine GPU für KI oder für Algorithmen ohne ASIC hinaus.

Unsere Vergleichsseite zu ASICs und GPUs hilft Ihnen, je nach Projekt den richtigen Maschinentyp zu wählen.